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Das Preußische Finanzministerium unter Stein und Hardenberg
Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden moderne Fachministerien. Nach fast 60 Jahren ist Dietrich Pietschmanns Studie über das Finanzministerium endlich greifbar.

Historisch-chronologische Längsschnitte, dazu noch aus den Quellen heraus erarbeitet, sind ein wenig aus der Mode gekommen. Sachthematische Querschnitte – „(Tief-) Bohrungen durch die Geschichte“ – sind angesagt. Archive werden allenfalls gebeten, relevante Quellen zur Illustration beizusteuern. Sicher ist, dass zum Verständnis solcher Querschnitte profunde Kenntnisse der Rahmenfakten notwendig sind. Eine solche Arbeit liegt für die nach wie vor mit vielen offenen Fragen behaftete Epoche der Herausbildung der modernen Staatsverwaltung in Preußen im angehenden 19. Jahrhundert jetzt vor. Fast 60 Jahre nach Ihrer Entstehung ist es Bärbel Holtz zu verdanken, dass diese Arbeit, die durch die deutsche Teilung in den 1960er Jahren im Verborgenen geblieben ist, endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Klaus Tempel hat die Quellenbelege aktualisiert und so für die aktuelle Forschung erschlossen.
Wie diese neue Verwaltungsbehörde – auch politisch – entwickelt wurde und was ihren Stellenwert bei den preußischen Reformen unter Stein und Hardenberg besonders ausmachte, machen den besonderen Reiz und die Aktualität dieser Studie deutlich. Sie ist erschienen in der Schriftenreihe „Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz – Forschungen Band 13“ des Geheimen Staatsarchivs PK, die vom Verlag Duncker &Humblot GmbH Berlin verlegt wird.

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