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Archivwissenschaft im Nationalsozialismus

Gab es eine spezifisch nationalsozialistische Archivwissenschaft? Woher kam diese, wie wirkte sie weiter fort?

Tobias Winter, Doktorand aus Freiburg im Breisgau, hat eine Dissertation zum Thema „Die deutsche Archivwissenschaft und das ‚Dritte Reich‘. Disziplingeschichtliche Betrachtungen von den 1920ern bis in die 1950er Jahre“ verfasst.
Damit ist dieses Thema auch in der universitären Forschung angekommen und bietet einen neuen Blickwinkel auf diese Materie. Götz Aly ging mit Historikern und auch Archivaren und deren Verstrickungen in der NS-Zeit besonders hart ins Gericht. Dann waren es vor allem Vertreterinnen und Vertreter der Archivzunft, die quasi von Innen die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit vertieften: 2005 der 75. Deutsche Archivtag in Stuttgart, 2013 ein Symposium im Geheimen Staatsarchiv PK (als Sammelband 2015 erschienen), zuletzt 2017 mehrere Beiträge in der Fachzeitschrift „Der Archivar“. Jetzt ist ein neuer Ansatz gemacht, der sicherlich weitere Fragen aufwerfen wird. Das Geheime Staatsarchiv PK freut sich, dass es die Arbeit von Tobias Winter in seine Schriftenreihe „Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz – Forschungen Band 17“ aufnehmen konnte, die vom Verlag Duncker &Humblot GmbH Berlin verlegt wird.

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