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Schlesisches Städtebuch jetzt online

Als Mittel der Landesbeschreibung wurden seit dem 17. Jahrhundert Topographien angefertigt. Eine solche frühneuzeitliche Landesbeschreibung ist die „Topographia Silesiae“ von Friedrich Bernhard Werner. Von dem ursprünglich fünfbändigen Werk sind im Geheimen Staatsarchiv PK in dem Bestand XVII. HA Schlesien, Rep. 135 Handschriften vier Bände des sogenannten Neustädter Exemplars überliefert. Neben diesem Handexemplar fertigte Werner drei weitere Exemplare für die Kriegs- und Domänenkammer Breslau, die Bibliothek im Schloss Fürstenstein und die Rehdiger Bibliothek an. Teile der einzelnen Exemplare befinden sich heute in Breslau in der Universitätsbibliothek und dem Staatsarchiv.

Vermutlich im Auftrag der Kriegs- und Domänenkammer Breslau fertigte Werner als Königlich Preußischer Scenograph ab ca. 1745 Karten und Pläne von Landesteilen sowie kolorierte Federzeichnungen hauptsächlich von Städten und Ortschaften in Schlesien an. Es finden sich in seinem Werk aber auch Ansichten u.a. einzelner Schlösser, Güter und Klosteranlagen, die er bereiste. Werner verwendete bei seinen Zeichnungen verschiedene Perspektiven und beschrieb Städte teilweise sehr detailliert, wo sich welche Gebäude befanden, wie deren Größe war und wie sie genutzt werden. Zusätzlich recherchierte er in Bibliotheken und Archiven und ergänzte seine Abbildungen mit schriftlichen Aufzeichnungen zur Geschichte und Verwaltung.
Durch diese Kombination aus Text- und Bildinformation ist die Topographia Silesiae heute besonders für die schlesische Orts- und Heimatgeschichte von großem Interesse. Um dem entgegen zu kommen, wurden die Bände komplett digitalisiert und stehen über die Archivdatenbank des Geheimen Staatsarchiv PK online zur Verfügung.

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