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Stichdaten zur brandenburg-preußischen Territorial-, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte

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1803

Nach wechselnden Bezeichnungen erhält das Archiv seinen endgültigen Ehrentitel 'Geheimes Staatsarchiv'.
Erwerb der Stifter Hildesheim, Münster und Paderborn, der Abteien Elten, Essen, Herford, Quedlinburg und Werden, der Reichsstädte Goslar, Mühlhausen, Münster und Nordhausen sowie von Erfurt und dem Eichsfeld auf Grund des Reichsdeputationshauptschlusses als Entschädigung für die von Frankreich 1795 besetzten linksrheinischen Gebiete.

1806/1807

Niederlage Preußens gegen Frankreich. Reduzierung des Staatsgebiets auf Brandenburg (ohne Altmark), Pommern, Schlesien, Westpreußen und Ostpreußen.

1807-1815

Staatsreformen in Preußen unter Leitung der Minister Freiherr vom Stein und Hardenberg.

1807-1814

Heeresreform durch von Boyen, von Scharnhorst, von Clausewitz, von Gneisenau, von Grolman.

1807

Bauernbefreiung (Aufhebung der Erbuntertänigkeit der Bauern), Freiheit des Güterverkehrs, Aufhebung der ständischen Berufsgebundenheit.

1808

Einführung der Ministerialverfassung mit zunächst fünf Ministerien für Auswärtiges, Inneres, Justiz, Finanzen und Krieg.
Erlass der Städteordnung mit Einführung der kommunalen Selbstverwaltung.
Umbildung der Kriegs- und Domänenkammern zu Bezirksregierungen.

1810

Einführung der Gewerbefreiheit mit Aufhebung des Zunftzwanges, Einführung des freien Arbeitsvertrages.

1811

Ablösung der bäuerlichen Abgabe- und Dienstverpflichtungen an die Gutsherren.

1812

Rechtliche und wirtschaftliche Gleichstellung der Juden.

1814

Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht.

1815

In Folge des Wiener Kongresses:
- westlich der Elbe Rückerwerbung der alten Landesteile mit Ausnahme von Ansbach, Bayreuth, Hildesheim, Goslar, Nieder-Lingen und eines Teils von Obergeldern
- östlich der Elbe Rückerwerbung des Netzedistriktes, des Culmer Landes und des westlichen Teiles von Südpreußen (zusammengefasst zur Provinz Großherzogtum Posen), von Cottbus, Danzig, Peitz und Thorn
- Neuerwerbung von Gebieten im Rheinland (mit Altbesitz zusammengefasst zu den Provinzen Ober- und Niederhein, später Rheinprovinz), von Gebieten in Westfalen (mit Altbesitz zusammengefasst zur Provinz Westfalen), von Schwedisch-Vorpommern (mit Hinterpommern zusammengefasst zur Provinz Pommern) und dem nördlichen Sachsen (mit der Altmark und Altbesitz um Magdeburg und in Thüringen zusammengefasst zur Provinz Sachsen)

1817

Bildung des Preußischen Staatsrates.

1818

Erlass einer Gemeindeordnung.
Aufhebung der Binnenzölle in Preußen, dadurch Entstehung eines einheitlichen Wirtschaftsgebietes.

1823

Einrichtung von Provinziallandtagen.

1825-1827

Erlass von Kreisordnungen.

1840-1861

König Friedrich Wilhelm IV.

1841

Preußische Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen.

1842

Gesetz über die Armenpflege.

1845

Preußische Gewerbeordnung.

1845

Gemeindeordnung für die Rheinprovinz.

1847

Berufung des Preußischen Vereinigten Landtags.

1849

Einführung der Schwurgerichte.

1849/1850

Eingliederung von Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen in Folge freiwilligen Verzichts des Fürsten Friedrich Wilhelm Konstantin.

1850

Vom König erlassene (oktroyierte) Verfassung für Preußen.

1852

Im Zuge der Trennung von Hof und Staat Bildung des Brandenburg-Preußischen Hausarchivs.

1853

Preußische Städteordnung für die östlichen Provinzen.

1856

Städte- und Gemeindeordnungen für die Rheinprovinz und für die Provinz Westfalen.

1857

Verzicht auf Neuchâtel.

1861-1888

König Wilhelm I., ab 1871 Deutscher Kaiser.

1866

In Folge des preußisch-österreichischen Krieges Annektion der Herzogtümer Schleswig-Holstein und Lauenburg, des Königreichs Hannover, des Kurfürstentums Hessen-Kassel, des Herzogtums Nassau, der Freien Stadt Frankfurt am Main.

1872

Kreisordnung für die östlichen Provinzen, 1884-1888 mit Ausnahme Posens in den übrigen Provinzen.
Einführung der Verwaltungsgerichtsbarkeit.

1875

Provinzialordnung für die östlichen Provinzen, 1884-1889 für die übrigen Provinzen.
Bildung des Preußischen Oberverwaltungsgerichts.

1890

Erwerb von Helgoland im Austausch gegen die Insel Sansibar.

1891

Landgemeindeordnung für die östlichen Provinzen.

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