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Stichdaten zur brandenburg-preußischen Territorial-, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte

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1701

Friedrich III. krönt sich als Friedrich I. zum König in Preußen.

1702

Die Kreiskommissare erhalten den Titel 'Landrat'.
Erwerb der Grafschaften Lingen und Moers aus der oranischen Erbschaft.

1703

Bildung des für alle Landesteile zuständigen Oberappellationsgerichts.

1707

Erwerb des Fürstentums Neuchâtel.
Erwerb der Grafschaft Tecklenburg durch Kauf.

1713

Erwerb von Obergeldern durch Rechtsnachfolge der Herzöge von Kleve.
Neuorganisation des Generalkriegskommissariats zur Verwaltung der Einnahmen aus Akzise und Kontribution (einer Art Umsatz- bzw. Grundertragsteuer).
Umwandlung der Geheimen Hofkammer in das Generalfinanzdirektorium.

1713-1740

König Friedrich Wilhelm I.
Bildung einer alle Landesteile erfassenden zentral ausgerichteten, provinzial und lokal abgestuften sowie ressortgetrennten Verwaltungsorganisation.

1714

Bildung der Generalrechenkammer zur Kontrolle aller Einnahmen und Ausgaben des Staates.

1720

Nach dem Ende des Nordischen Krieges Erwerb von Vorpommern zwischen Oder und Peene mit den Inseln Usedom und Wollin sowie den Städten Stettin, Damm und Gollnow.

1723

Zusammenlegung von Generalfinanzdirektorium und Generalkriegskommissariat zum General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domänendirektorium (kurz: Generaldirektorium). Damit entsteht die maßgebliche zentrale Verwaltungseinrichtung des preußischen Staates, die bis zur Einführung der Minsterialverfassung Bestand hat.
Es ist gegliedert in vier Territorial-Departements, die jedoch gleichzeitig einzelne Aufgabenbereiche für den gesamten Staat wahrnehmen. Ihm unterstellt sind die Kriegs- und Domänenkammern in den Landesteilen.

1728

Bildung eines Kabinettsministeriums für die auswärtigen Angelegenheiten.

1733

Erlass des Kantonreglements, einer Vorform von allgemeiner Wehrpflicht für bestimmte Bevölkerungskreise.

1737

Bildung eines Justizministeriums.

1740-1786

König Friedrich II.

1740

Einrichtung eines ersten reinen Fachdepartements im Generaldirektorium, zuständig für Handel und Gewerbe.

1742 (1745, 1763)

Erwerb von Ober- und Niederschlesien sowie der Grafschaft Glatz durch Eroberung in den drei Schlesischen Kriegen.

1744

Erwerb von Ostfriesland und Emden nach Aussterben des Fürstenhauses gemäß Vertrag von 1694.

1747-1751

Justizreform unter Cocceji, Einführung des Instanzenzuges.
Einleitung der Kodifizierung eines Allgemeinen Landrechts.

1763

Einführung von allgemeiner Schulpflicht, Schulorganisation, Lehrerausbildung und Lehrplan.

1766

Einrichtung eines Fachdepartements für Zoll- und Akzisewesen im Generaldirektorium.
Steuereintreibung durch die 'Regie' bis 1786.
Einführung des Direktionsprinzips im preußischen Bergbau.

1768

Einrichtung eines Fachdepartements für Bergwerks- und Hüttenwesen im Generaldirektorium.

1770

Einrichtung eines Fachdepartements für die Forstverwaltung im Generaldirektorium.

1772

Gründung der Seehandlung zur Finanzierung und Leitung des Außenhandels (später Preußische Staatsbank).
Erwerb von Westpreußen (ohne Danzig und Thorn), Ermland, Netzedistrikt und Culmer Land in Folge der ersten Teilung Polens.

1780

Erwerb eines Teiles der Grafschaft Mansfeld auf Grund alter Magdeburger Rechte.

1784

Erster Entwurf des Allgemeinen Landrechts in Preußen.

1786-1797

König Friedrich Wilhelm II.

1787

Schul- und Bildungsreform in Preußen durch von Zedlitz.

1788

Einführung des Abiturs.

1791

Erwerb der Fürstentümer Ansbach und Bayreuth durch Verzicht des letzten kinderlosen Markgrafen der dortigen Linie der Hohenzollern.

1793

Erwerb von Danzig und Thorn sowie von Südpreußen in Folge der zweiten Teilung Polens.

1794

Inkrafttreten des Allgemeinen Landrechts in Preußen.

1795

Erwerb von Neuostpreußen und Neuschlesien in Folge der dritten Teilung Polens.

1797-1840

König Friedrich Wilhelm III.

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