###

Westpreußen, Provinz: Archivalien

Die wechselnde staatliche Zugehörigkeit spiegelt sich auch in der Geschichte des Schriftguts der westpreußischen Behörden und seiner archivalischen Quellen wider. Die sich bereits 1918 anbahnende und im Versailler Vertrag ein Jahr später beschlossene Eingliederung des Territoriums in den wiedererstandenen polnischen Staat bzw. die neubegründete Freie Stadt Danzig führte zu einer Verlagerung sowohl von archivischen (Teil-) Beständen als auch laufenden Behördenschriftguts auf preußisches Gebiet vor allem nach Königsberg und Berlin; ein Prozess, der sich zum Ende der erneuten Zugehörigkeit des Territoriums zum Deutschen Reich 1939-1944 wiederholen sollte.
Von den Behörden und sonstigen Institutionen Westpreußens sind mit wenigen Ausnahmen nur kleinere Teile überliefert; lediglich das Schriftgut der Regierungen zu Danzig und Marienwerder (XIV. HA, Rep. 180 und 181) weist einen größeren Umfang auf. Wie insgesamt bei den ursprünglich aus dem Staatsarchiv Danzig bzw. aus dem Registraturgut der Behörden der Provinz Westpreußen stammenden Unterlagen wurden die Überlieferungen im Geheimen Staatsarchiv innerhalb der XIV. Hauptabteilung unter Übernahme der Danziger Repositurnummern aufgestellt.

Verweis: zur historischen Entwicklung der Provinz Westpreußen s. gesondertes Schlagwort ‚Westpreußen, Provinz: Geschichte‘

Literaturauswahl:
- Susanne Brockfeld, Geschichten aus der Provinz. Die Jahre 1933-1945 im Spiegel ost- und westpreußischer Provinzialüberlieferung, Berlin 2015, S. 191-208.
- Peter Letkemann: Archivalien zur Geschichte Westpreußens im Geheimen Staatsarchiv Berlin, in: Beiträge zur Geschichte Westpreußens, Nr. 3. Leer 1970.

nach oben