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Familienforschung: unterschiedliche Namensschreibweise

Erschwert wird die Recherche durch die unterschiedliche Schreibweise des Familiennamens von Vorfahren auf den verschiedenen Dokumenten. Sie erklärt sich daraus, dass sich eine einheitliche deutsche Rechtschreibung erst Anfang bis Mitte der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts herausbildet. Mit Beginn des Standesamtswesens ab Oktober 1874 setzt langsam eine genaue Schreibweise der Personen- und Ortsnamen ein. Zuvor hat man das gesprochene Wort nach Gehör in die Schriftform umgesetzt, daher die vielfältige Namensschreibweise. Besonders auffällig wird dies z. B. bei der Landesaufnahme von Westpreußen und dem Netzedistrikt im Jahre 1772/73, in dem sich für die Erfassung einer Ortschaft eine bis zu sechsfach verschiedene Schreibweise nachweisen lässt.

Vgl. auch die grundsätzlichen Ausführungen zur Familienforschung sowie die Schlagworte ‚Familienforschung‘, ‚Kolonisation‘ und ‚Personenstandsunterlagen‘.

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