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Kolonisation, Einwanderer

Die staatlich unterstützte Einwanderung von Glaubensflüchtlingen wie den Salzburgern, Pfälzern und Schweizern sowie die Heranziehung sogenannter „Neusiedler“ aus anderen preußischen Landesteilen insbesondere im ausgehenden 17. und im 18. Jahrhundert war eine Maßnahme im Zuge der inneren Kolonisation, die der Hebung der Landeskultur und der Vermehrung der Bevölkerung auf dünn besiedelten Territorien dienen sollte. Sie ist in mehreren Beständen der I. HA Geheimer Rat, II. HA Generaldirektorium und der VI. HA Familienarchive und Nachlässe dokumentiert.
Hervorzuheben sind die zwischen 1772 und 1806 angelegten Kontributionskataster von Westpreußen bzw. Klassifikationsanschläge des Netzedistrikts (s. gesonderte Schlagworte) sowie für die Provinz Ostpreußen vor allem die sog. Generaltabelle aus dem Jahr 1736 (XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg, Ostpreußischer Foliant 15361). Für die Ansiedlung von Kolonisten im Bromberger Kammerdepartement 1774-1798 liegt ein gesonderter Namensindex zur entsprechenden Überlieferung des Generaldirektoriums (II. HA Gen.Dir., Abt. 9 Westpreußen, Materien, Tit. LXXXVII, Sekt. 1, Nr. 3 und Nr. 7) vor.

Für die von 1886 bis zum Ersten Weltkrieg in den Provinzen Posen und Westpreußen planmäßig erfolgten Ansiedlungen ist der Bestand I. HA Rep. 212 Ansiedlungskommission für Westpreußen und Posen heranzuziehen.

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