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Sondermittel für den Originalerhalt

Das GStA PK erhält auch in diesem Jahr eine Förderung aus dem Sonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts. Über 24.000 Euro stehen damit 2018 zusätzlich für die Bestandserhaltung im GStA PK zur Verfügung. Ergänzt um erhebliche Eigenmittel des Archivs werden sie für die maschinelle Reinigung eines stark mit Staub und Schimmel kontaminierten Archivbestandes mit „Staatskassen-Akten“ aus dem 19. Jahrhundert eingesetzt.
Eine erneute Förderung durch die von der KEK (Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts) organisierte Ausschreibung ist eine große Auszeichnung für die Bemühungen um dem Bestandserhalt im Geheimen Staatsarchiv. Und sie ist ein eindrücklicher Hinweis auf die Notwendigkeit und den Erfolg dieses BKM-Programms zum Originalerhalt: Bereits 2017 konnte das GStA PK aus dem damals erstmals aufgelegten Sonderprogramm eine bedeutende Zuwendung für die maßbezogene Verpackung großformatiger ostpreußischer Amtsbücher aus der Frühen Neuzeit einwerben. In diesem Jahr werden in einer ersten Runde deutschlandweit 19 Vorhaben mit insgesamt 440.000 Euro aus Bundesmitteln gefördert, die jeweils durch Förderprogramme auf Länderebene oder – wie im GStA PK – aus vorhandenen Haushaltsmitteln kofinanziert werden.

Projektbeschreibung
Der zu behandelnde Bestand „I. HA Rep. 149 Kassen des 19. und 20. Jahrhunderts“ ist ein Sammelbestand, der die wichtigsten Aus- und Einnahmeregister der preußischen Staatskassen aus dem Zeitraum 1786 bis 1924 enthält. Die vorliegende Verschmutzung des Bestandes entstand durch den Magazinbrand im GStA am Ende des zweiten Weltkriegs. Schutt, Asche und Löschwasser haben den Bestand 1945 stark verunreinigt und einen starken Schimmelbefall ausgelöst. Der Schaden ist so intensiv, dass der umfassende Erfolg einer rein manuellen Trockenreinigung unwahrscheinlich ist.
In Verbindung mit verschiedenen Forschungsprojekten zur Preußischen Reformzeit wird diese – zurzeit nicht benutzbare – Überlieferung jedoch wieder verstärkt nachgefragt. Im beantragten Projekt soll daher die Dekontaminierung von zunächst 50 % der schwer geschädigten Archivalien in einem technischen Mengenverfahren der Firma GSK erfolgen. Im neuartigen CleanCP-Verfahren basiert die Reinigung auf einem nichtwässrigen Tränkverfahren mit Durchströmung der Papierfasern zum Ausspülen der Schmutzpartikel.



Pressemitteilung des GStA PK [PDF, 40 KB]

Externe Links:
Pressemitteilung der BKM vom 8. Juni 2018
KEK

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