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"Eh Kopf ab, als von der Lehr abstehen"

1530, auf dem Reichstag in Augsburg, gehörte Markgraf Georg von Brandenburg-Ansbach zu den evangelischen Reichsständen, die das „Augsburger Bekenntnis“ (Confessio Augustana) unterzeichneten. Dieses entwickelte sich später zur zentralen Bekenntnisschrift der Protestanten.

Die Übergabe der Confessio Augustana an Kaiser Karl V. wurde von Geschichtsschreibung und Kunstgewerbe intensiv aufgegriffen. Zu ihrem Gedenken wurden Medaillen und vielfältige Arten von Druckschriften – etwa ‚Lutherblätter‘, Wandkalender oder Faltbriefe – hergestellt, aber auch verschiedenartigstes Gebrauchsgerät dekoriert.

Das Gedenken an die Übergabe blieb auch immer eng mit dem Gedenken an Markgraf Georg verbunden. In dem 1631 erschienenen Werk „Miracula Augustanae Confessionis“ zitierte Johannes Saubert einen berühmt gewordenen Satz des Markgrafen. Mit diesem weigerte er sich gegenüber Kaiser Karl V. 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg, an der Fronleichnamsprozession teilzunehmen. Die weit verbreitete Kurzversion lautet: „Eh Kopf ab, als von der Lehr abstehen“.

In voller Länger: „Ehe ich wollte meinen Gott und sein Evangelium verlaugnen, ehe wollte ich hier für E. Majestät nider knien, und mir den Kopff lassen abhawen“.

Kreuzwege. Die Hohenzollern und die Konfessionen 1517-1740
07.04.2017 bis 09.07.2017
Schloss Köpenick
Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di - So 11:00 - 18:00 Uhr
Eintrittspreis: 6,00 EUR ermäßigt 3,00 EUR
Informationen, Buchung, Feedback: 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Staatlichen Museen zu Berlin und des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz. Das Rahmenprogramm zur Ausstellung finden Sie hier.

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